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Der Schuhtick der Männer

Wenn man Hollywood-Filmen (oder den Erzählungen von Freundinnen) glauben darf, haben die meisten Frauen einen Schuhtick. Ganze Schränke können mit Schuhen angefüllt und dennoch das Bedürfnis nach neuen Schuhen groß sein. Kurz: Frauen sind also süchtig nach Schuhen. So weit, so gut.

Was ich letztens in der Zeitung las, ließ mich schmunzeln: Auch Männer können einen Schuhtick haben, las ich da. Einzelfälle wie der Schauspieler Oliver Korritke oder Dirk Nowitzki haben sich schon als Schuhsüchtige geoutet. Korritke soll immerhin 2500 Paar Schuhe haben – Nowitzki kommt nur auf 100.

Wenn man nun noch berücksichtigt, dass Frauen ja unterschiedliche Absatzhöhen je nach Anlass wählen müssen – also für Hosen, Röcke oder Abendgarderobe – dann könnte man folgendes Rechenexempel machen:

Eine Frau braucht dreimal so viel Schuhe wie ein Mann. Männer bleiben immer flach, Frauen nicht (das bezieht sich auf die Schuhe). Scherz beiseite, wenn also ein Mann 100 Schuhe sein Eigentum nennt, könnte man sagen, dass dies 300 Schuhen bei einer Frau entspricht.

Hat mich als Rechenexempel jetzt nicht gar so überzeugt, denn meine Erfahrung ist die, dass Frauen grundsätzlich mehr kaufen als Männer. Aber dass Männer zunehmend auch auf gute, gepflegte Schuhe achten: Das fällt mir auch auf.

Edle schwarze Halbschuhe oder mittelbraune Rindslederschuhe oder handgenähte Wildlederschuhe sind heute keine Ausnahmen mehr, was mir gefällt. Ich mag ein edles Outfit – und gute Schuhe gehören da einfach dazu.

Wenn man also uns Männern hier einen Strick draus drehen oder einen Schuhtick anhängen will – nichts dagegen. Die Zeiten ausgelatschter Sportschuhe und Sandalen mit Socken sind Gottseidank vorbei.

Dass ich aber mal wie manche meiner Arbeitskolleginnen mir jeden Monat ein oder zwei neue Paar Schuhe leiste, ist eher nicht anzunehmen. Soweit geht der Schuhtick dann doch nicht. (Und meine alten Sneaker werfe ich auch nicht weg. Dazu sind sie mir zu sehr ans Herz gewachsen).

Auf diesen Schuhtick können wir uns also einigen und ich lasse mich gerne auf ihn ein.

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