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Urlaubssuche und Reisebericht Rhodos

Urlaubsbericht aus Rhodos - Männer auf Reisen

Wie man Urlaub buchen schön finden kann, ist mir ein Rätsel. Die Suchmasken auf den verschiedenen Reiseseiten sind unvollständig und was beim einen da ist, fehlt beim anderen, so dass man über Kreuzsuchen auf verschiedenen Portalen dann die Hotels noch mal vergleichen muss. Warum kann man nicht auswählen, dass man kein familienfreundliches Hotel möchte? Gibt es nur Familien die in Urlaub fahren? Hotels sehen auf unterschiedlichen Portalen auch unterschiedlich aus, was den Entscheidungsprozess für mich fast unmöglich macht. Ich habe es geschafft, mit Kriterieneingaben eine Auswahl von genau zwei Hotels zu bekommen, dabei hatte ich das Land noch nicht mal eingeschränkt, mir war sogar egal wohin.

Letztendlich ist es dann Rhodos geworden – wie man hinterher sagen kann, zum Glück, denn es war toll. Das Ausschlaggebende war das Wetter von noch durchschnittlich 29°C im Sep./Okt. und die Verfügbarkeit von einem Zimmer mit Meerblick, dass wir dann allerdings nicht erhalten haben. Es wurde nämlich grundsätzlich über bucht in diesem Hotel, was die Meerblick Sache anging. Die im Zimmer neben uns hatten, nämlich auch kein Meerblick obwohl es gebucht war.

Tag 1: Anreise mit Schwierigkeiten

Rhodos Urlaubsbericht - Busfahrt zum Hotel
Wir sind mit Germanwings geflogen und man sah nach etwas einer Stunde die Alpen draußen vorbeiziehen, als die Besatzung leicht panisch nach vorne rannte und den Vorhang zuzog. Danach konnte man den Kapitän hören, der mitteilte, dass es ein Problem mit dem Flugzeug gab. Die Elektronik sei ausgefallen, es gäbe zwar noch ein Backup, aber so darf man nicht weiterfliegen, was uns zur Notlandung in Stuttgart zwang. Ich war wohl nicht der einzige, der bei Problemen im Flugzeug und den Bergen draußen an den schrecklichen Absturz dachte. Nach zwei Stunden Aufenthalt und neuem Flugzeug sowie neuer Crew ging es dann endlich weiter. Am späten Nachmittag sind wir dann auf Rhodos gelandet und nach nur zwei weiteren Stunden Busfahrt, waren wir auch schon kurz nach 18 Uhr im Hotel (statt wie geplant um 13 Uhr). Der erste Tag war also schon gelaufen.

Tag 2: Auto mieten und erste Runde

Tacho-Mietwagen
Wir hatten vorab bei Avis ein Auto angemietet, dass wir dann abgeholt haben. Das Taxi lies das Taxameter aus und somit kosteten die 6 km direkt mal 15 EUR. Ob das billig oder teuer war, konnte man so natürlich nicht nachvollziehen, aber hinkommen mussten wir ja. Reserviert hatte wir die Nissan Micra Klasse, also recht klein. Erwartet hat uns dann eine A-Klasse – naja fast das gleiche. Wir hatten kurzer Hand noch irgendwelche Notfall-Service Gebühren usw. hinzu gebucht, da die Straßen wirklich nicht die besten sind. Man sollte ein gutes Navigationsgerät haben oder fest im Karten lesen sein, sonst steht man auch wie wir vor einem Wasserloch, durch das man einfach nicht durch kommt. Nach 50 Meter Fahrt hat das Auto mit allen Warnleuchten auf sich aufmerksam gemacht, also wieder zurück. Der Mitarbeiter lachte nur und meinte, die haben vergessen die Zeichen bei der Inspektion zurückzusetzen. So ganz konnten wir das nicht glauben, aber es war auch kein anderes Auto da. Also sind wir mit Motorleuchte, Öl-Warnleuchte und zu niedrigem Reifendruck losgefahren.

Erste Station war an diesem Tag dann die Südspitze der Insel und der Weg dahin war das Ziel sozusagen, denn die Gegend hat etwas beruhigendes.

Weg zur Südspitze

Die Südspitze der Insel Rhodos ist bekannt für Kitesurfen und ähnliche Sportarten, die viel Wind benötigen. Es bläst dort durchgehend und ziemlich stark. Teilweise sah der Strand aus, als ob er auch mal vom Meer überschwemmt wird. Es war ganz schön den Surfern dort zuzusehen, aber auch nicht sonderlich spektakulär, wenn man nicht selbst diesen Sport betreibt.

Auf der Rückfahrt haben wir uns noch ein paar Kirchen und Kapellen angesehen, die es auf Rhodos wie Sand am Meer gibt. Einen schönen Ausblick hatten wir auf jeden fall an einer nicht ganz so leicht zu erreichenden Kapelle.

Panorama Ausblick auf Rhodos

Tag 3: Auf geht’s in den Norden von Rhodos

Wir waren in einem Hotel in der Mitte der Insel, so dass wir schnell sowohl ganz oben, als auch ganz unten waren. Maximal eine gute Stunde in jede Richtung und man war am Ziel. Am dritte Tag hatten wir uns Rhodos Stadt vorgenommen und mit sehr viel Glück sind wir geradewegs in die Stadt gefahren und hatten einen kostenlosen Parkplatz direkt an der Stadtmauer zur Altstadt. So viel Glück möchte man mal in Köln bei der Parkplatzsuche haben.

Hier ein paar Eindrücke der Mauer, der Stadt sowie den Gässchen und Gebäuden. Wirklich toll, aber auch sehr verwinkelt und man hat ohne Navigation Probleme wieder herauszufinden.

Souvenirs kann man getrost in jeder Touristen Hochburg kaufen, denn sie kosten eigentlich überall gleich. Teilweise ein paar Cent unterschied, aber das macht den Bock auch nicht fett. Wichtiger ist, dass man die richtigen Dinge findet, denn den üblichen Krempel möchte man ja auch nicht anschleppen. Wir hatten uns dann für Seifen und Gewürze entschieden sowie Ouzo und Olivenöl sowie Honig. Also einmal die komplette Palette. (Wie immer schmecken die Dinge im Urlaub besser als zu Hause.)

Auf der Rückfahrt Richtung Hotel wollten wir noch 2-3 Orte besichtigen, die im Reiseführer angepriesen wurden. Leider war das ein Reinfall. Vielleicht sind die Örtchen an der Küste in der Hochsaison besser belebt oder wie haben etwas falsch gemacht. Aber so war es wirklich deprimierend. Weder ein schöner Strand, noch schöne Gebäude. Da sind wir dann spontan noch mal nach Lindos, denn dort ist es wirklich angenehm und wunderschön.

Tag 4: Einfach mal über die Insel

Am Vierten Tag haben wir uns dann überlegt, dass wir einfach mal auf die andere Inselseite fahren könnten und uns dabei verschiedene Orte auf dem Weg anschauen. Wirklich eine gute Entscheidung gewesen ohne genauen Plan einfach mal drauf loszufahren.

Auf der Westseite gibt es immer wieder kleine Burgen und Aussichtspunkte, die es lohnt anzufahren. Bewusst habe ich die Stationen nicht aufgeschrieben, da es für mich mit dazu gehört, sich vor dem Urlaub mit der Insel zu beschäftigen und die passende Route für sich selbst zu finden. Verfahren kann man sich nicht und so muss man sich nur einteilen, was man sehen möchte und was nicht. Lohnenswert ist alles – so viel vorweg. Man muss sich auch einfach mal drauf einlassen, in eine kleine Raststation einzukehren, um dann festzustellen, dass es dort wunderschön ist. Festes Schuhwerk sollte man aber immer an haben, dann die Treppen und was sonst noch so erklommen werde will, sind nicht immer trittfest.

Tag 5, 6 und 7: Relaxen am Strand, Pool und der fußläufigen Umgebung

Strand-auf-Rhodos-mit-Kies
Die letzten Tage haben wir dann zum Ausspannen genutzt und uns nur am Strand, dem Pool oder der nähere Umgebung aufgehalten und ohne jeden Zeitdruck den Tag verbracht. Wer übrigens feine Sandstrände auf Rhodos sucht, sucht vergeblich, denn maximal feinerer Kies ist hier vorhanden. Für Strandspaziergänge meiner Meinung nach nicht geeignet.

Die Insel ist im gesamten recht ruhig und ohne Hektik. So kann man sicherlich einen entspannten Urlaub verbringen, wie wir es auch getan haben. Leider sprechen dort fast alle Deutsch, was für mich das Urlaubsfeeling ein wenig gehemmt hat. Im Hotel waren gefühlt 60% Deutsche und so hat man sich ein wenig wie bei einer Rentnerfahrt gefühlt, da dort wohl gerne die gesetztere Urlauberschaft die Zeit verbringt. Alles in allem aber ein toller Urlaub.

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Comments (2)

  • Klaus-Dieter 4 Jahren ago Reply

    Hallo Sebastian,

    Toller Artikel über Rhodos. Bin vor ein paar Jahren auch schon mal dort gewesen und habe einen sehr schönen Urlaub verbracht. Kann also deine Eindrücke so bestätigen. Mir hat besonders gefallen, dass es auf Rhodos noch einige Ecken gibt, die nicht so von Touristen überlaufen sind.

    Viele Grüße Klaus-Dieter

  • Peter Fenke 4 Jahren ago Reply

    Hallo, vielen Dank für deine enorm ausführlichen Bericht. Werde mit meiner Freundin das acuh mal erzählen und mit ihr dann wohl im Sommer den Griechen einen Besuch abstatten.

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